Fall(t)raum

 

 

"Sie werden versuchen, mir Angst zu machen. Aber sie dürfen mir nichts tun. Außer...außer, wenn ich Angst kriege..."

 

Eine Journalistin durchlebt wieder und wieder den Tag ihres persönlichen Falls.

Theo möchte nicht, dass die eigenen komisch zusammengeklebten Fasern des Selbst mit den komisch zusammengeklebten Fasern seiner Geliebten komisch zusammenkleben.

Jenny möchte ja wohl noch offen und ehrlich über Kanacken reden dürfen und der Autor fragt sich schmatzend, wer den Boden unter seinen Füßen weggefressen hat.


Wir wollen mit dem Publikum einmal durch das Kaleidoskop der Angst schauen und auf unser
existenzielles Inneres richten: Was ist eigentlich Angst? Wovor habe ich Angst? Wann hilft sie mir und wann ist sie destruktiv? Kann und will ich mit ihr umgehen?

 

In unserem Fall(t)raum falten wir collagenartig mit Audiostimmen interviewter Menschen aus Berlin, Bewegungschoreographien, live produziertem Sound und multimedialen Szenenstudien das Thema auf, fallen durch unterschiedliche Angst(t)räume und wundern uns über die Verletzlichkeit des Menschen.

 

Premiere: 26. Mai 2017, 20:00 theaterforum kreuzberg

 

Weitere Aufführungstermine:

 

theaterforum kreuzberg 27. Mai 2017 / 28. Mai 2017, 20:00

ZENTRUM danziger50 09. Juni 2017 / 10. Juni 2017, 20:00

Theaterhaus Berlin Mitte 17. Juni 2017 / 18. Juni 2017, 20:00

 

 

Text/Regie: Anita Brokmeier, Isabelle Schulz

Künstlerische Unterstützung: Anna Clart

Darstellung: Steffen Aicheler, Anita Brokmeier, Anna Clart, Isabelle Schulz

Grafik/Layout: Marcel Frank

 

 

 

Gefördert durch den Fonds Soziokultur e.V.


 

Bei dieser Inszenierung werden wir tatkräftig von den DarstellerInnen Steffen Aicheler und Anna Clart unterstützt.

 

Wie alt bist du? Was studierst du?

 

Ich bin 26 Jahre alt und studiere Physik an der FU.

 

Was bedeutet dir die Theaterarbeit in deinem Leben?

 

Theater ist für mich die kreative Erarbeitung der Themen, die uns alle bewegen. Durch das Spielen mit anderen Menschen eröffnen sich immer neue Perspektiven, die mir nochmal ein anderes Verständnis des (Zusammen-)Lebens und der eigenen Person bieten. Insofern ist Theater mir eine Möglichkeit, über den Tellerrand hinauszuschauen, meinen Horizont zu erweitern und gleichzeitig einen Blick ins Innere zu werfen.

 

Warum hast du dich dafür entschieden, mit uns zusammen an dem Projekt zu arbeiten?
Weil ich eure letzten beiden Stücke gesehen habe und eure Art, in Collagen große Themen zu bearbeiten, sehr interessant finde. Außerdem gefällt mir auch die Idee, sich mit den unterschiedlichsten Facetten der Angst zu beschäftigen und ihr habt mich nett gefragt :)

Wenn jetzt die Angstfee hier wäre und dir eine deiner Ängste nehmen könnte, welche Angst wäre es?
Ich glaube, ich würde gerne alle meine Ängste behalten, weil sie mich trotz aller Lähmung und Bedrückung doch oft antreiben. Gerade das Kreative ist für mich persönlich oft Auseinandersetzung mit dem Inhalt und der Ästhetik von Ängsten und das möchte ich nicht missen.

 

 

 

 Wie alt bist du?

 Ich bin 24.

 

Was studierst du oder hast du studiert?

 Ich habe Geschichte und Philosophie im Bachelor studiert und bin dann nach England gereist, um Master in politischer Philosophie und internationalen Beziehungen und Politik abzuschließen. (Kurz: gut im Diskutieren, manchmal schlecht im Einschätzen, wann Schweigen erwünschter wäre.)

 

 

Was bedeutet dir die Theaterarbeit in deinem Leben?

 Theater verbindet für mich fast alles, was ich liebe: Kreativität, konzeptionelle Arbeit, Abtauchen in andere Welten, Aufregung, die Erlaubnis, anders, wagemutig und einfach nur albern zu sein. Sie bedeutet Tage mit 12 Stunden Arbeit, die ein Genuss statt eine Qual sind – das kann ich für mich leider über die wenigsten anderen Tätigkeiten sagen.

 

Warum hast du dich dafür entschieden, mit uns zusammen an dem Projekt zu arbeiten?

Wenn man Arbeitsprodukte sieht, die einen beeindrucken, will man doch auch mitmachen, oder? Ich vertraue euch komplett, dass sowohl der Prozess wie das Resultat sich lohnen werden und genieße es, eine Kunst, die uns allen sehr am Herzen liegt, mal wieder zusammen mit euch ausleben zu können.

 

Wenn jetzt die gute Angstfee hier wäre und dir eines deiner Ängste nehmen könnte, welche Angst wäre es?

Die Angst, mich vor anderen Leuten verletzlich zu machen. Ach, und Spritzen – dann wären meine Impfungen wahrscheinlich weniger dramatisch im Verzug.